Ein Blogbeitrag wird gefunden, gelesen, und dann passiert nichts. Oft liegt es an der Stelle, an der der Weg zur Anfrage steht: ganz unten, in einem Kasten, den kaum jemand erreicht.
HubSpot hat nachgezählt, woher die Kontakte seiner erfolgreichsten Beiträge kamen. Das Ergebnis ist deutlich:
- Link im Text, an der passenden Stelle 47 bis 93 %
- Banner am Ende des Beitrags 6 % im Schnitt
Anteil an allen Kontakten eines Beitrags. Quelle: HubSpot, zusammengefasst bei Blend B2B.
Daraus und aus vier weiteren Quellen ergeben sich sechs Regeln. Die ersten vier sorgen dafür, dass ein Beitrag gefunden und gelesen wird, die letzten zwei dafür, dass daraus Anfragen werden.
6 Regeln für Beiträge, die Anfragen bringen
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1Die Antwort zuerst
Auf einer durchschnittlichen Seite lesen Besucher höchstens 28 % der Wörter, meist eher 20 % (Nielsen Norman Group). Was in den ersten zwei Absätzen nicht steht, kommt bei vielen nie an.
Blau: was beim Überfliegen gelesen wird, die ersten Zeilen und die Anfänge der Überschriften (F-Muster, Nielsen Norman Group). So: Die Antwort im ersten Absatz und in der Kurzfassung.
Nicht so: Drei Absätze Vorgeschichte, bevor es losgeht.
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2Überschriften, die allein tragen
Wer überfliegt, liest die Anfänge der Überschriften. Einfache Wörter bringen dabei mehr Klicks: Das zeigen über 30.000 Überschriften-Tests bei der Washington Post und bei Upworthy (Science Advances, 2024). Das tragende Wort gehört nach vorn.
So: „Telefonnummer nie als Pflichtfeld“
Nicht so: „Weitere wichtige Aspekte“
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3Etwas, das es nur bei Ihnen gibt
Google fragt ausdrücklich nach eigenen Informationen, eigener Auswertung und erkennbarer Erfahrung. In der Umfrage von Orbit Media berichten Schreibende, die eigene Daten veröffentlichen, rund 50 % häufiger von starken Ergebnissen.
So: Eigene Zahlen, ein eigener Fall, ein eigenes Werkzeug.
Nicht so: Die zehn bekanntesten Tipps, neu formuliert.
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4Bilder, die etwas zeigen
Leser sehen sich Bilder an, die Information tragen, und übergehen Schmuckbilder (Nielsen Norman Group). Bei Orbit Media schneiden Beiträge mit zwei bis drei Grafiken am besten ab.
So: Eine Grafik mit Zahlen, ein Beispiel zum Anklicken.
Nicht so: Ein Stockfoto mit Handschlag.
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5Der Link steht dort, wo die Frage entsteht
Bei HubSpot kamen 47 bis 93 % der Kontakte eines Beitrags über einen Link im Text, das Banner am Ende brachte im Schnitt 6 %. Der Leser klickt, solange ihn das Thema beschäftigt.
So: „Ob Ihr Formular das schon kann, zeigt der Website-Schnelltest.“
Nicht so: Nur ein Kasten „Kontaktieren Sie uns“ ganz unten.
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6Ein Zusatz, der genau zum Beitrag passt
Backlinko bot unter einem Beitrag über Google-Rankingfaktoren eine passende Checkliste an. Die Anmelderate stieg an einem Tag von 0,54 % auf 4,82 %. Ein allgemeines Angebot wirkt schwächer als eines, das die Frage des Beitrags weiterführt.
So: Ein Selbsttest oder eine Checkliste zum Thema.
Nicht so: Derselbe Newsletter-Kasten auf jeder Seite.
So machen wir es selbst
Unser Beitrag „Kontaktformular: 8 Regeln aus fünf Studien“ folgt diesen Regeln: die Antwort oben, ein Formular zum Anklicken, Haken zum Abhaken und zwei Links an der Stelle, an der sich Leser fragen, wie ihr eigenes Formular abschneidet. Ob Ihre Seiten Besucher zum nächsten Schritt führen, zeigt der kostenlose Website-Schnelltest. Wenn Sie Beiträge planen, die bei Google gefunden werden und Anfragen bringen, sprechen Sie uns zur Suchmaschinenoptimierung an.
Was die Zahlen nicht zeigen
- Eigene Blogs: Die Werte von HubSpot und Backlinko stammen aus deren eigenen Blogs, mit großem Publikum, und sind nicht unabhängig geprüft.
- Umfrage, kein Versuch: Orbit Media fragt Schreibende nach ihrem Eindruck. Dass eigene Daten oder mehr Grafiken die Ursache besserer Ergebnisse sind, belegt das nicht.
Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Blogartikel sein?
So lang, wie die Frage es braucht, und keinen Satz länger. Im Schnitt haben Blogbeiträge 1.312 Wörter (Orbit Media, 2026). Wichtiger als die Länge ist, dass jede Aussage nur einmal vorkommt und die Antwort oben steht.
Hilft ein Abschnitt mit häufigen Fragen bei Google?
Kaum noch als Suchergebnis: Seit August 2023 zeigt Google die aufklappbaren Fragen nur noch für bekannte Behörden- und Gesundheitsseiten. Für Leser lohnt er sich trotzdem, wenn er Fragen beantwortet, die im Text noch offen sind.
Quellen: HubSpot zu Textlinks in Blogbeiträgen, zusammengefasst bei Blend B2B; Brian Dean, Backlinko; Nielsen Norman Group: „How Little Do Users Read?“ (2008), „F-Shaped Pattern“ (2017), „Inverted Pyramid“ (2018), „Photos as Web Content“ (2010); Shulman, Markowitz, Rogers, Science Advances, 5. Juni 2024, Zusammenfassung beim Shorenstein Center; Orbit Media, Blogging Statistics 2026; Google Search Central, „Creating helpful, reliable, people-first content“ und „Changes to HowTo and FAQ rich results“ (8. August 2023).


