Zum Inhalt springen
Digitalcheck Für Kunden

Leitfäden

Website-Förderung 2027:
Was es für Ihre Website noch gibt.

Matthias Kant, Geschäftsführer der Deutschen Stadtmarketing

Matthias KantGeschäftsführer, INQA-Coach

Veröffentlicht am 6 Min. Lesezeit

Geschäftsführung und Webberaterin besprechen im Konferenzraum den Entwurf der neuen Firmenwebsite

Für die Erstellung einer gewöhnlichen Firmenwebsite gibt es 2027 keinen Zuschuss, weder vom Bund noch vom Land Nordrhein-Westfalen (Stand: Oktober 2026). Gefördert werden Konzept und Beratung. Gehört die neue Website zur Digitalisierung Ihres Betriebs, etwa weil Kunden darüber anfragen, Termine buchen oder bestellen, fördert das INQA-Coaching bundesweit bis 2028 80 % der Beratung. Darin legt Ihr Team fest, wie der Betrieb damit arbeitet: Angebot, Abläufe und Zuständigkeiten. Die BAFA-Beratung zur Website gibt es noch für Anträge bis zum 31. Dezember 2026.

Für die gewöhnliche Website gibt es keinen Zuschuss

Die Bundesprogramme Digital Jetzt und go-digital, über die kleine Betriebe Zuschüsse für Digitalisierungsprojekte bekamen, sind Ende 2023 und Ende 2024 ausgelaufen. Das BAFA fördert Beratungen, und das nur für Anträge bis Ende 2026. Den Bau einer Website bezahlt es nicht.

In Nordrhein-Westfalen fördert MID-Digitalisierung seit dem 1. Januar 2026 nur noch die Entwicklung marktgängiger digitaler Produkte mit einer Schlüsseltechnologie wie künstlicher Intelligenz; die Digitalisierung im eigenen Betrieb ist entfallen (SIHK zu Hagen). Der Digitalbonus Bayern schließt „Standard-Webseiten (herkömmliche Webseiten ohne tiefe funktionelle Einbindung in die betrieblichen Abläufe)“ ausdrücklich aus, ebenso Standard-Shop-Vorlagen, Suchmaschinenoptimierung sowie Texte, Bilder und Logos.

ÜbersichtWas die Programme 2027 für die Website übernehmen
  • INQA-Coachingbundesweit, 80 %, bis 11.520 €, Schecks bis 30.06.2028

    Konzept mit dem Team: Angebot, Abläufe, Personal

    Gestaltung und Programmierung

  • BAFA-Beratungbundesweit, 50 % (im Osten 80 %), Antrag bis 31.12.2026

    Beratung zur Website

    Bau der Website

  • Digitalbonus Bayernkleine Betriebe in Bayern, bis 50 %, bis 31.12.2027

    Kundenportal, Plattform

    Standard-Website

  • MID-Digitalisierungnur NRW, 50 %, Plätze werden verlost

    eigenes digitales Produkt mit KI

    Website des Betriebs

  • NRW.BANK.Impuls KInur NRW, 50 %, Antragsportal geschlossen

    Test einer KI-Anwendung

    Website des Betriebs

Stand: 22. Oktober 2026. Digital Jetzt und go-digital sind ausgelaufen. Quellen am Ende des Leitfadens.

INQA-Coaching: das Konzept mit dem Team, bundesweit bis 2028

Das INQA-Coaching des Bundesarbeitsministeriums und des Europäischen Sozialfonds begleitet kleine und mittlere Betriebe, die sich digital verändern. Voraussetzung ist eine nachvollziehbare digitale Veränderung im Betrieb (Förderrichtlinie vom 12. Juni 2026, Nr. 2.2). Eine neue Website kann ein Baustein davon sein, zum Beispiel wenn Kunden darüber anfragen, Termine buchen oder bestellen.

Das Coaching setzt in sechs betrieblichen Gestaltungsfeldern an (IHK Kassel-Marburg). Matthias Kant ist für vier davon zugelassen (INQA-Coach-Profil). Rund um eine neue Website stellen sich dort zum Beispiel diese Fragen:

  • Neue Geschäftsmodelle & Innovationsstrategien: Was ändert sich an Angebot und Vertrieb, wenn Kunden online anfragen, Termine buchen oder bestellen?
  • Produktionsmodell & Arbeitsorganisation: Wer beantwortet die Anfragen aus der Website, in welcher Zeit, und wie werden daraus Angebote?
  • Personalpolitik, Beschäftigung & Qualifizierung: Welches Wissen braucht das Team für die digitalen Kanäle, und wie gewinnt der Betrieb über die Website Fachkräfte?
  • Arbeitsplatz der Zukunft, Arbeitszeit- & Leistungspolitik: Wie ändern sich Erreichbarkeit und Arbeitszeiten, wenn Anfragen rund um die Uhr über die Website kommen?

Die übrigen zwei Felder sind Sozialbeziehungen & Kultur sowie Führung, berufliche Entwicklung & Karriere. Die Schwerpunkte legt der Betrieb mit seinen Beschäftigten fest, die Lösungen erarbeitet ein Team aus dem Betrieb, der Coach begleitet es.

Gefördert werden 80 % von bis zu zwölf Beratungstagen mit höchstens 1.200 € netto je Tag, zusammen bis zu 11.520 €. Die INQA-Beratungsstellen geben Schecks bis zum 30. Juni 2028 aus, das Coaching muss bis Ende 2028 abgeschlossen sein. Der Weg beginnt mit einer kostenlosen Erstberatung bei der INQA-Beratungsstelle in Ihrer Region, die prüft, ob das Vorhaben passt. Ihr Betrieb zahlt die Rechnungen zuerst und bekommt die Förderung nach dem Coaching erstattet.

Erstattet werden nur die Beratungstage des Coaches. Gestaltung und Programmierung der Website bezahlt INQA nicht, ebenso wenig eine reine Beratung zu Design oder Werbung. Ob Ihr Betrieb die Bedingungen erfüllt, zeigt der Förder-Check auf inqa-check.de in sieben Fragen. Matthias Kant ist autorisierter INQA-Coach: INQA-Coaching bei uns.

BAFA: Beratung zur Website, Antrag bis 31. Dezember 2026

Das BAFA bezuschusst Beratungen zu allen wirtschaftlichen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung, also auch zur Website und zum Online-Auftritt. Gefördert wird eine konzeptionelle Beratung: Analyse der Lage, Schwachstellen und konkrete Empfehlungen mit Anleitung zur Umsetzung, festgehalten in einem Beratungsbericht. Die Umsetzung bezahlt der Betrieb selbst.

Der Zuschuss beträgt 50 % der Beratungskosten, höchstens 1.750 € je Beratung. In den neuen Bundesländern (ohne Berlin und die Region Leipzig) sowie in den Regionen Lüneburg und Trier sind es 80 %, höchstens 2.800 €. Gefördert werden nur Anträge, die bis zum 31. Dezember 2026 gestellt sind. Ab dem Informationsschreiben des BAFA bleiben bis zu sechs Monate für Beratung und Nachweis, die Beratung darf also 2027 stattfinden. Den Beratungsvertrag unterschreiben Sie erst nach diesem Schreiben. Für dieselbe Beratung gibt es nicht zusätzlich das INQA-Coaching.

Wir sind als BAFA-Berater gelistet und haben seit 2020 über 250 Beratungen nach dem Programm begleitet. Wie hoch der Zuschuss für Ihren Betrieb ausfällt, zeigt der Förder-Check im Leitfaden BAFA-Förderung 2027.

Bayern: Digitalbonus für Portale und Plattformen

Der Digitalbonus Bayern läuft bis zum 31. Dezember 2027. Antragsberechtigt sind kleine Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Betriebsstätte in Bayern, weniger als 50 Beschäftigten und höchstens 10 Mio. € Jahresumsatz oder Bilanzsumme. Freie Berufe und Arztpraxen sind ausgenommen.

Gefördert werden Leistungen externer Anbieter, mit denen ein Betrieb Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse digitalisiert. Ausdrücklich genannt sind Kunden- und Bewerberportale sowie Handels- und Lernplattformen. Der Digitalbonus Standard bezuschusst bis zu 50 % der Ausgaben, höchstens 7.500 €, der Digitalbonus Plus bis zu 30.000 € für Vorhaben mit besonderem Innovationsgehalt. Die förderfähigen Ausgaben müssen mindestens 4.000 € betragen.

Beantragt wird online bei der zuständigen Bezirksregierung, angemeldet mit dem ELSTER-Unternehmenskonto des Betriebs. Beauftragen Sie vorher nichts: Als Beginn zählt schon eine Bestellung oder ein Auftrag, auch mündlich.

KI auf der Website: in NRW gefördert, Portal derzeit zu

Wer in Nordrhein-Westfalen eine KI-Anwendung wie einen Chatbot oder einen Telefonassistenten erproben will, findet dafür NRW.BANK.Impuls KI. Die NRW.BANK übernimmt 50 % der Ausgaben für Konzeptberatung und den Test eines KI-Systems an einem konkreten Anwendungsfall, höchstens 25.000 € in zwei Jahren. Die dauerhafte Einführung nach dem Test fördert das Programm nicht. Das Antragsportal ist derzeit geschlossen. Was bis zur Wiedereröffnung geht, steht im Leitfaden NRW.BANK.Impuls KI.

Was wir Betrieben raten, die 2027 eine neue Website planen

  1. Gehört die Website zur Digitalisierung im Betrieb, das INQA-Coaching nutzen. Neue Wege zum Kunden, Zuständigkeiten und das Wissen im Team erarbeiten Sie im Coaching, gefördert mit 80 %. Zuerst der Förder-Check, dann die Erstberatung.
  2. Für die Beratung zur Website selbst die BAFA-Förderung noch 2026 beantragen. Ziele, Zielgruppen und den Aufbau der Website klären Sie in einer BAFA-geförderten Beratung, wenn der Antrag bis zum 31. Dezember gestellt ist. Mit uns beantragen.
  3. In Bayern das Vorhaben an die Abläufe binden. Ein Kundenportal oder eine Handelsplattform kann unter den Digitalbonus fallen, eine Website ohne diese Einbindung nicht. Der Antrag kommt vor jeder Bestellung.
  4. Die Kosten in drei Blöcken planen. Erstellung, Betrieb und Weiterentwicklung bezahlen Sie in der Regel ohne Zuschuss. Was eine Website über ihre Nutzungsdauer kostet, steht im Leitfaden Was kostet eine KMU-Website?.

Grenzen dieses Leitfadens

Dieser Leitfaden behandelt die Bundesprogramme für Beratung und Digitalisierung sowie die Programme in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Andere Länder haben eigene Programme mit eigenen Regeln, einen Überblick gibt die Förderdatenbank des Bundes. Über jeden Antrag entscheidet die zuständige Stelle, beim INQA-Coaching die INQA-Beratungsstelle. Alle Angaben stammen aus den Richtlinien und Programmseiten, zuletzt geprüft am 22. Oktober 2026.

Quellen: BMAS, Förderrichtlinie INQA-Coaching vom 12. Juni 2026 (BAnz AT 22.06.2026 B2, Nr. 2.2); IHK Kassel-Marburg, INQA-Coaching (sechs Gestaltungsfelder); INQA, Coach-Profil Matthias Kant; BAFA, Förderrichtlinie „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ in der Fassung vom 12. Dezember 2024 (Nr. 2.1, 2.2, 4.1.1, 5) und Programmseite; Bayerisches Staatsministerium für Digitales, Digitalbonus.Bayern, Förderprogramm; SIHK zu Hagen, MID-Digitalisierung; NRW.BANK, Mittelstand Innovativ und Digital und NRW.BANK.Impuls KI; Bundeswirtschaftsministerium, go-digital wird bis 2024 verlängert (28. Dezember 2021); IHK Bonn/Rhein-Sieg, Digitalförderung (Digital Jetzt). Abgerufen am 22. Oktober 2026.

Fazit

Gehört Ihre neue Website zur Digitalisierung Ihres Betriebs, ist das INQA-Coaching der Weg mit dem höchsten Zuschuss: 80 % für die Beratung mit Ihrem Team, bundesweit bis 2028. Ob Ihr Betrieb passt, zeigt der Förder-Check auf inqa-check.de. Für eine Beratung zur Website selbst beantragen Sie die BAFA-Förderung noch 2026, wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor. Wie Ihre neue Website aussehen kann, zeigt unsere private Website-Vorschau.

Kostenlos · Website-Check

Und bei Ihnen im Betrieb?

Nennen Sie uns die Adresse Ihrer Website. Kostenlos.

Ihre Ansprechpartner

  • Matthias Kant, Geschäftsführer der Deutschen Stadtmarketing Matthias KantGeschäftsführer, INQA-CoachDipl.-Wirtsch.-Ing.
  • Philipp Kant, Technischer Leiter der Deutschen Stadtmarketing Philipp KantTechnischer Leiter und KI-ExperteM.Sc. Informatik

+49 2151-986975-0 Lieber direkt sprechen? Rufen Sie an.

Datenschutz-Einstellungen

Mit Ihrer Zustimmung zeichnen wir auf, wie Besucher unsere Website nutzen (Klicks, Scrollen, Seitenwechsel), um sie zu verbessern. Eingaben in Formularen bleiben verdeckt, Cookies setzen wir keine. Ihre Wahl können Sie jederzeit unten auf jeder Seite ändern.