Von Matthias KantGeschäftsführer, INQA-Coach Veröffentlicht am , aktualisiert am
Wie viel eine Website kosten darf, hängt davon ab, wofür Sie zahlen: einmalig für die Erstellung, laufend für den Betrieb und bei Bedarf für die Weiterentwicklung. Wer diese drei Blöcke getrennt denkt, vergleicht Angebote auf Augenhöhe und sieht vorher, wo ein scheinbar günstiges Angebot später teuer wird.
Erstellungeinmalig, je nach Umfang
Betrieblaufend: Updates, Sicherung, Server
Weiterentwicklungbei Bedarf, nach Aufwand
Schematisch, ohne Beträge. Über einige Jahre kann der Betrieb die Erstellung überholen.
Erstellung: einmalig und vom Umfang geprägt
Die Erstellung ist der klassische Kostenblock: ein Projekt mit Anfang, Ende und einem Ergebnis, das man sehen kann. Was sie kostet, entscheidet sich weniger am Gestaltungsanspruch als am Umfang: wie viele Seiten entstehen oder übernommen werden, welche Funktionen arbeiten müssen (Formulare, Terminbuchung, Onlineverkauf) und in welchem Zustand Texte und Bilder sind. Sortierte Inhalte machen ein Projekt schneller und wirtschaftlicher; ein ungeordneter Altbestand treibt den Aufwand nach oben. Aus einem sauber geführten Erstgespräch lässt sich daraus in der Regel ein festes Angebot ableiten. Vorsicht dagegen bei Richtwerten aus dem Internet: Sie beschreiben fremde Projekte, nicht Ihres.
Betrieb: der laufende Block, der gern vergessen wird
Wer nur den Erstpreis vergleicht, übersieht die Hälfte: laufende Kosten für Betrieb, Updates und Weiterentwicklung. Eine Website ist kein Möbelstück, sondern ein System, das gepflegt sein will: Für WordPress, Theme und Plug-ins erscheinen regelmäßig Updates, Sicherheitslücken werden bekannt, und jemand sollte prüfen, ob Formulare noch zustellen und Links noch führen. Hinzu kommen Serverplatz, Domain, Datensicherung und, falls es doch einmal brennt, eine Wiederherstellung, die man vorher zumindest einmal geprobt haben sollte. Über einige Jahre gerechnet kann dieser laufende Block die Erstellung selbst überholen. Fehlt er im Angebot, ist das Angebot nicht günstig, sondern unvollständig.
Weiterentwicklung: der dritte Block
Nach dem Start hört die Entwicklung nicht auf, weil sich Ihr Geschäft weiterbewegt: Ein neues Leistungspaket soll sichtbar werden, die Personalgewinnung kommt hinzu, ein Bestellprozess muss erklärt oder ein Kundenbereich ergänzt werden. Kleinere Text- und Bildänderungen erledigen Sie im Redaktionssystem selbst; Anpassungen an Struktur, Funktionen oder Design sind wieder Agenturarbeit, üblicherweise nach Aufwand abgerechnet. Gut aufgestellt ist, wer dafür jedes Jahr einen kleinen Spielraum eingeplant hat. So bleibt die Seite ein Werkzeug, das mit dem Geschäft mitwächst, statt ein Denkmal, das reparaturbedürftig wird.
Fragen, die Angebote erst vergleichbar machen
Stellen Sie dieselben Punkte an jedes Angebot, das Sie prüfen:
- Sind Erstellung, Betrieb und Weiterentwicklung getrennt ausgewiesen?
- In welchem Takt werden Updates eingespielt, und was wird dabei kontrolliert?
- Wo liegen die Sicherungen, und gab es jemals eine geprobte Wiederherstellung?
- Wer hilft, wenn die Seite nicht mehr erreichbar ist, und nach welcher Regel reagiert dieser jemand?
Enthält eine Antwort nur Adjektive, ist sie zwar auch eine Antwort, aber keine kaufbare Leistung.
Häufige Fragen
Gibt es eine Mindestgröße, ab der sich eine professionelle Website lohnt?
Können wir Geld sparen, indem wir Updates selbst einspielen?
Wie lange bleibt eine erstellte Website aktuell?
Fazit
Eine professionelle KMU-Website hat keinen einzelnen Preis, sondern drei benannte Blöcke: einmalige Erstellung, fortlaufender Betrieb und Weiterentwicklung nach Bedarf. Benennt ein Angebot nur einen davon, kaufen Sie die übrigen blind mit. Nächster Schritt: Machen Sie sich auf unserer Webdesign-Leistungsseite ein Bild von der Erstellung und auf der Seite zum Website-Betrieb von der laufenden Pflege. Schätzen Sie anschließend den Zustand Ihrer aktuellen Website mit dem Digitalcheck (Digitalcheck) ein.

