Zum Inhalt springen
Digitalcheck Für Kunden

Blog

Google KI-Modus nach einem Jahr:
weniger Klicks, kaum geänderte Klickrate.

Oktober 2025 gegen Oktober 2026: wo die Klicks fehlen und welche neuen Suchanfragen auftauchen.

Philipp Kant, Technischer Leiter der Deutschen Stadtmarketing

Philipp KantTechnischer Leiter und KI-Experte

Veröffentlicht am

Was lesen ChatGPT und Google auf Ihrer Website?

Der kostenlose Digitalcheck prüft Ihre Startseite in Sekunden, auch ob KI-Assistenten sie lesen dürfen und ob Google Ihre Betriebsdaten bekommt.

Seit dem 8. Oktober 2025 beantwortet Google in Deutschland Fragen auch im KI-Modus, dazu kommt die Übersicht mit KI über den Suchergebnissen. Ob das Betrieben Kunden aus Google nimmt, haben wir an Websites kleiner und mittlerer Betriebe ausgewertet, Oktober 2025 gegen Oktober 2026. Bei rund drei von vier Websites kamen weniger Klicks aus Google, im Mittel ein Viertel weniger. Die Klickrate sank dabei nur leicht. Weniger geworden sind vor allem die Einblendungen, also wie oft Google eine Website überhaupt zeigt, auch bei Suchen nach dem eigenen Firmennamen.

Gleichzeitig tauchen in der Search Console Suchanfragen auf, die es vor einem Jahr kaum gab: ganze Sätze, Arbeitsaufträge wie an einen Assistenten und Suchbefehle von KI-Programmen. Für Betriebe heißt das: Klicks aus Google allein zeigen den Erfolg in der Suche nicht mehr vollständig. Anfragen, Anrufe und Routen aus dem Google-Unternehmensprofil gehören daneben.

Klicks: bei rund drei von vier Betrieben weniger als vor einem Jahr

Im Oktober 2026 bekamen die meisten Websites unserer Auswertung weniger Klicks aus der Google-Suche als im Oktober 2025, im Mittel rund ein Viertel weniger. Gut jede vierte Website legte zu. Verglichen haben wir denselben Monat in beiden Jahren, damit Saison und Feiertage gleich liegen.

Google selbst schrieb im August 2025, die Zahl der Klicks aus der Suche auf Websites sei im Jahresvergleich „relativ stabil“ (Liz Reid, Google). Für die Betriebe in unserer Auswertung gilt das ein Jahr später nicht.

Weniger Einblendungen erklären den größten Teil

Ein Klick setzt zweierlei voraus: Google zeigt die Website (Einblendung), und jemand klickt darauf (Klickrate). Wir haben beides getrennt ausgewertet.

Oktober 2026 gegen Oktober 2025, im Mittel der Websites (Median)
  • Klicks aus Google −24 %
  • Einblendungen, alle Suchen −20 %
  • Einblendungen bei Suchen nach dem Firmennamen −38 %
  • Klickrate auf Platz 1 bis 3 −8 bis −11 %

Ergebniswie oft Google die Website zeigtwie oft dann geklickt wird

Quelle: eigene Auswertung der Search Console von Websites kleiner und mittlerer Betriebe, Suchtyp Web, jeweils 1. bis 31. Oktober.

Die Klickrate auf den ersten drei Plätzen sank nur um 8 bis 11 %. Deutlich stärker gesunken ist, wie oft Google die Websites überhaupt zeigt. Über die Klickrate gehen damit weniger Klicks verloren, als oft zu lesen ist. Zum Vergleich: Das Pew Research Center zählte im Frühjahr 2025 in den USA einen Klick auf ein Suchergebnis bei 8 % der Suchen mit KI-Zusammenfassung und bei 15 % ohne (Pew Research Center). Dort waren alle Suchen dabei, auch reine Wissensfragen.

Nach dem Firmennamen wird seltener bei Google gesucht

Wer den Namen eines Betriebs eingibt, findet dessen Website fast immer oben. Wie oft Google sie dabei zeigt, hängt deshalb vor allem davon ab, wie oft jemand den Namen sucht. Diese Einblendungen sind am stärksten zurückgegangen, im Mittel um mehr als ein Drittel. Es suchen also weniger Menschen bei Google nach dem Namen eines Betriebs.

Wohin sie gegangen sind, zeigt die Search Console nicht. In Frage kommen die Google-Maps-App, deren Suchen die Search Console nicht zählt, KI-Assistenten wie ChatGPT, soziale Netzwerke oder ein Lesezeichen. Wie viele Besucher heute aus ChatGPT kommen, steht in unserem Beitrag Wie viele Besucher bringt ChatGPT?. Ein Teil der Kunden ruft direkt aus dem Google-Unternehmensprofil an oder plant dort die Route. Dessen Zahlen für Anrufe, Routen und Website-Klicks gehören deshalb neben die Search Console.

Fragen bringen Betrieben kaum Klicks, mit und ohne KI

Die Übersicht mit KI erscheint vor allem bei Fragen. Bei den Betrieben unserer Auswertung machten Suchanfragen in Frageform (wie, was, warum, wo, welche und andere) weniger als 3 % der Einblendungen aus, geklickt wurde bei rund 0,5 % davon, vor und nach dem KI-Modus. Betriebe mit Kunden in der Region werden über Leistung, Ort und Namen gefunden. Dort entstehen ihre Klicks. KI-Antworten auf Fragen betreffen sie deshalb weniger als Websites, die vor allem Wissen erklären.

Neu in der Search Console: Anfragen in ganzen Sätzen

Im KI-Modus kann man nachfragen. Jede Folgefrage zählt Google als eigene Suchanfrage, mit eigenen Einblendungen und Klicks (Search-Console-Hilfe). Dazu kommen KI-Programme, die für ihre Nutzer bei Google recherchieren. Anfragen mit zehn und mehr Wörtern fanden wir im Oktober 2026 bei fast doppelt so vielen Websites wie ein Jahr vorher, Suchbefehle von KI-Programmen gab es vorher praktisch nicht.

Neue Suchanfragen, nachgestellte Beispiele
  • Arbeitsauftrag welche restaurants in der nähe haben bei schönem wetter plätze draußen? bitte als liste mit bewertungen
  • Einkauf unsere maschinen stehen oft still, weil ersatzteile fehlen. welche anbieter liefern innerhalb von 24 stunden?
  • Handwerk welche tischlerei in meiner nähe baut einbauschränke nach maß, mit aufmaß und montage?
  • Suchbefehl eines KI-Programms -site:facebook.com -site:linkedin.com ("hersteller" or "lieferant") and (edelstahl or aluminium)

Die ersten drei Beispiele sind Aufträge, wie man sie einem Assistenten gibt. Das vierte ist ein Suchbefehl, mit dem ein Programm ganze Plattformen ausschließt; solche Anfragen tippt kein Mensch. Gerade bei Websites für Geschäftskunden werden die Anfragen lang: Einkäufer beschreiben ihr Problem und lassen sich Anbieter nennen.

Diese Anfragen zeigen die Fragen Ihrer Kunden in deren eigenen Worten. Eine Seite, die genau eine solche Frage beantwortet, mit Leistung, Ort und Ablauf, kann Google zeigen und ein KI-Assistent zitieren. Was die Assistenten dafür auswerten, steht in unserem Beitrag zur GEO-Optimierung.

Vorsicht beim Vergleich mit dem September 2025

Bis Mitte September 2025 zählte die Search Console auch Abrufe von Programmen mit, die 100 Suchergebnisse auf einmal luden, meist Werkzeuge zur Messung von Platzierungen. Danach unterstützte Google das nicht mehr (Search Engine Land). In unserer Auswertung fielen die Einblendungen innerhalb von zwei Wochen um fast ein Drittel, die Klicks nicht. Wer September 2026 mit September 2025 vergleicht, sieht deshalb einen Verlust, den es so nicht gab. Ein Vergleich ab Oktober ist davon frei.

So lesen Sie Ihre eigene Search Console

  • Gleiche Monate vergleichen. Unter Leistung, Datum, „Vergleichen“ den Oktober 2026 neben den Oktober 2025 legen, nicht den Vormonat.
  • Firmennamen getrennt ansehen. Filter „Suchanfrage enthält“ mit Ihrem Namen: Die Einblendungen zeigen, wie oft bei Google nach Ihnen gesucht wird.
  • Lange Anfragen lesen. Filter „Suchanfrage“, „Benutzerdefiniert (regulärer Ausdruck)“ mit ^(\S+\s+){9,}\S+$ zeigt alle Anfragen ab zehn Wörtern. Daraus entstehen die nächsten Seiten Ihrer Website.
  • Klickrate je Seite prüfen. Seiten mit vielen Einblendungen und wenigen Klicks brauchen einen Titel und eine Beschreibung, die die Suche beantworten.
  • Das Google-Profil daneben legen. Anrufe, Routen und Website-Klicks aus dem Unternehmensprofil zählen mit; die Search Console sieht sie nicht.

In der Suchmaschinenoptimierung werten wir die Search Console nach diesem Muster aus: Firmenname, Leistung und Ort, Fragen und neue Anfragen getrennt, Jahr gegen Jahr. Was Google und KI-Assistenten heute auf Ihrer Startseite lesen, zeigt vorab der kostenlose Website-Check.

Was unsere Auswertung nicht zeigt

  • Die Ursache: Zwischen den beiden Oktobern liegen neben dem KI-Modus auch Kern-Updates von Google und Änderungen an den Websites selbst. Die Search Console weist KI-Modus und Übersicht mit KI nicht getrennt aus. Die Zahlen zeigen, was sich geändert hat, nicht warum.
  • Die Auswahl: Websites kleiner und mittlerer Betriebe, keine Zufallsstichprobe. Größere Websites verloren eher mehr als kleine.
  • Einzeln ausgewiesene Anfragen: Seltene Suchanfragen zeigt Google nicht einzeln. Die Aufteilung nach Firmenname, Fragen und übrigen Suchen beruht auf dem ausgewiesenen Teil.
  • Google Maps: Suchen in der Maps-App zählt die Search Console nicht. Gerade bei Restaurants und Hotels läuft ein großer Teil der Suche dort.

Quellen: eigene Auswertung, Oktober 2025 und Oktober 2026; Google, Der KI-Modus startet in Deutschland, Österreich und der Schweiz, 08.10.2025; Google, Search-Console-Hilfe zum Leistungsbericht; Liz Reid, AI in Search is driving more queries and higher quality clicks, 06.08.2025; Pew Research Center, Google users are less likely to click on links when an AI summary appears in the results, 22.07.2025; Search Engine Land, Why Google Search Console impressions fell (and why that’s good), September 2025.

Mit KI besprechen

Lassen Sie sich den Beitrag von Ihrem KI-Assistenten zusammenfassen und stellen Sie dort Ihre Fragen. Öffnet in einem neuen Tab.

Weiterlesen Wie viele Besucher bringt ChatGPT? Unsere Auswertung nach zwei Monaten. In unserer Auswertung kam im September und Oktober 2026 einer von 180 Besuchen aus ChatGPT, aus der Google-Suche fast jeder zweite. Wer aus ChatGPT kam, nahm aber fast doppelt so oft Kontakt auf. Dazu: welche KI-Abrufer eine Website lesen und wie Sie prüfen, ob ChatGPT darf.

Alle Beiträge

Kostenlos · Digitalcheck

Und bei Ihnen im Betrieb?

Schildern Sie uns Ihr Anliegen in drei Klicks. Wir sehen es uns an und sagen Ihnen, womit Sie anfangen sollten. Kostenlos.

Ihre Ansprechpartner

  • Matthias Kant, Geschäftsführer der Deutschen Stadtmarketing Matthias KantGeschäftsführer, INQA-CoachDipl.-Wirtsch.-Ing.
  • Philipp Kant, Technischer Leiter der Deutschen Stadtmarketing Philipp KantTechnischer Leiter und KI-ExperteM.Sc. Informatik

+49 2151-986975-0 Lieber direkt sprechen? Rufen Sie an.

Datenschutz-Einstellungen

Mit Ihrer Zustimmung zeichnen wir auf, wie Besucher unsere Website nutzen (Klicks, Scrollen, Seitenwechsel), um sie zu verbessern. Eingaben in Formularen bleiben verdeckt, Cookies setzen wir keine. Ihre Wahl können Sie jederzeit unten auf jeder Seite ändern.